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SNAP als Alternative zur Lappenplastik bei tiefreichendem Plattenepithelcarcinom am linken Kieferwinkel

Author(s): Dr. med. Sandra Moritz

Published: 23 November, 2021

Case Study

Der Patient steht einer aufwendigen, plastischen Deckung mittels Lappenplastik, sowie einer damit verbundenen stationären Behandlung ablehnend gegenüber. Deshalb wurde eine R0-Resektion in Allgemeinnarkose unter Schnellschnittbedingungen mit anschließend offener Wundbehandlung und vorübergehender plastischer Deckung mittels SNAP angestrebt. Präoperativ

Intraoperativ zeigte sich, daß das Carcinom zwar bis an die Glandula parotis heranreichte, erfreulicherweise aber nicht in die Lymphwege eingebrochen war, pT3, L0, V0, G2, R0.

Intraoperativ

Auf den ausgedehnten Defekt wurden Promogran, sowie Adaptic touch aufgelegt. Um Dichtigkeit unter der SNAP-Folie zu erzielen, wurden die Unebenheiten vor allem im Bereich des Ohres mit Stomapaste anmodelliert und anschließend die Vakuumversiegelung angelegt.

Promogran Auflage

Die Wunde zeigte anfangs eine relativ hohe Sekretleistung aufgrund einer Fistel zur Glandula parotis, weshalb häufige Wechsel der Kartusche notwendig waren. Das SNAP System wurde zweimal wöchtenlich gewechselt.

Unter zusätzlicher Injektion von Botulinumtoxin kam es zu einem raschen Sistieren der Speichelsekretion, sowie zu einem vollständigen Wundverschluß 6 Wochen postoperativ.

Der Patient ist vollkommen beschwerdefrei mit einem kosmetisch zufriedenstellenden Ergebnis.